Bärwurz

Bärwurz
Bärwurz

Bärwurz - Zwischen Küche und Heilkunst. Bärwurz ist in Europa weit verbreitet und ist in Wiesen häufig zu finden.

Bärwurz - Herkunft und Anbaugebiet

Der Bärwurz gehört zur Familie der Doldenblütler und ist beheimatet in West- und Mitteleuropa. Er wächst vorwiegend auf Magerwiesen, lichten Laubwäldern und im Mittelgebirge. Vermehrt wurde der Bärwurz in Klostergärten angebaut und zur Linderung von Beschwerden aber auch in der Küche als Gewürz eingesetzt. Allerdings verlor er im Laufe der Zeit seine Bedeutung in der Pflanzenheilkunde und der Nahrungszubereitung.

Bärwurz - Merkmale

Der weiß blühende Bärwurz ist eine mehrjährige buschige Pflanze und wird bis zu 60 cm hoch und 30 cm breit. Der Wurzelstock hat einen Faserschopf und ist winterhart. Die Blätter des Bärwurz sind haarfein gefiedert und haben eine große Ähnlichkeit mit der Dillpflanze. Der Bärwurz blüht von Mai bis August, riecht kräftig und würzig und wird wegen seiner ätherischen Öle, die an Fenchel und Liebstöckel erinnern, in der Küche eingesetzt.

Bärwurz - An- und Verwendung

Sowohl in der Pflanzenheilkunde als auch in der Küche findet der Bärwurz noch vereinzelt Verwendung. Die frischen Blätter, die Samen und auch die Wurzelstöcke der Pflanzen können in vieler Hinsicht verarbeitet werden. Früher wurden die aromatischen Wurzeln des Bärwurz im schottischen Hochland als Gemüse zubereitet. Aber auch die Blätter des Bärwurz eignen sich für den Gebrauch in der Küche. Sie können wie Petersilie eingesetzt werden, regen den Appetit an und fördern die Verdauung.

Der Bärwurz ist eine der ältesten Heilpflanzen und bietet daher auch vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Bevorzugt wird er bei Magen- und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Gerne werden die Blätter gequetscht und für Umschläge gegen Hautkrankheiten oder Gichtschmerzen verwendet. In der neuzeitlichen Pflanzenheilkunde wird Bärwurz in der sogenannten Hildegard-Medizin eingesetzt.

Unter dem Namen Bärwurz gibt es aber auch vielerlei Magenschnäpse, die allerdings aus der Alpen-Mutterwurz hergestellt werden. Diese Pflanze ist etwas kleiner und kräftiger als der Bärwurz.

Bärwurz - Aberglaube

In der Hexenmedizin wurde der Bärwurz als Mutterkraut bezeichnet und z.B. während der Geburt eingesetzt. Auch sagt man ihm eine potente Wirkung zu.