Kardamon

Kardamon
Kardamon

Kardamom ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Die asiatische Gewürzpflanze kann bis zu fünf Meter in die Höhe wachsen und besitzt ein stark verwurzeltes Rhizom. Aus einem Seitentrieb entwickelt sich der Blütenstängel. Die rispenförmigen blassgrünen Blüten bilden bis zu zwei Zentimeter lange Samenkapseln aus, welche die rötlichbraunen Samen enthalten, welche noch in unreifem Zustand geerntet werden.

Kardamon - Allgemeines

Im Gegensatz zu Ingwergewächsen im Allgemeinen wird bei Kardamom die Frucht und nicht die Wurzel verwendet. Kardamom gedeiht in feuchtwarmen Bergwäldern der Tropen, vornehmlich im Süden Indiens und in Sri Lanka. Heute zählen auch Guatemala, Tansania oder Vietnam zu den Anbaugebieten. Etwa im 13. Jahrhundert gelangte die Kardamompflanze nach Mitteleuropa und erfreut sich in unseren Breiten wachsender Beliebtheit.

Kardamon - Verwendung

Im Handel ist Kardamom als Frucht oder meist in gemahlenem Zustand erhältlich. Die ätherischen Öle verleihen dem Gewürz einen süßlich scharfen, an Eukalyptus erinnernden Geschmack. In der asiatischen und arabischen Küche ist Kardamom weit verbreitet. Sparsam dosiert lässt es ich zur Verfeinerung von Suppen, Soßen, Fisch- oder Fleischgerichten verwenden. Kardamom ist Bestandteil des häufig gebrauchten Currypulvers. Auch Liköre oder Wurstwaren erhalten unter Zugabe von Kardamom eine besondere Note. Besonders beliebt ist Kardamom als Zutat für weihnachtliche Bäckereien, wie Lebkuchen oder Spekulatius. Auch arabischer Kaffee oder der auch in Europa beliebte indische Chai-Tee beinhalten ebenfalls Kardamom.

Das Gewürz fördert die Verdauung und regt den Appetit an, vertreibt Depressionen und kann Frauenbeschwerden lindern. Kaut man die Samen, lassen sich unangenehme Gerüche, wie Knoblauch oder Alkohol, vertreiben. Im Mittelalter war das Gewürz nur in Apotheken erhältlich, wo es nach geheimer Rezeptur zu Confect verarbeitet wurde. Mit Zucker und häufig auch mit Gold und Silber versehen, gelten diese Kardamom-Konfekte als Vorläufer der heutigen Pralinen.