Paprika

Paprika Gewürz in Pulverform
Paprika Gewürz in Pulverform

Paprika (Lateinisch: Capsicum annum) ist ein Fruchtgemüse aus der Gattung der Nachtschattengewächse. Paprika ist also ein indirekter Verwandter von Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Ursprünglich stammt die Frucht (bzw. hier als Schote bezeichnet), die genauer genommen eine Beere ist, aus Mittel- und Südamerika. Heute liegen die Hauptanbaugebiete in Ungarn und Südeuropa, wo er häufig als Nationalgewürz gilt.

Paprika gibt es in vielen verschiedenen Sorten, wobei die bekanntesten: Chili, Peperoni oder Pfefferoni besonders als Gewürz dienen. Die Roten, gelben und anderen Gemüsepaprika sind für die Herstellung von Paprikagewürz ungeeignet. Der Paprikageschmack ist auf die ätherischen Öle zurückzuführen. Hergestellt wird das Gewürz aus den getrockneten Schoten und gemahlenen Schoten der Gewürzpaprika. Hierbei sind die Intensität der Schärfe und der eigene Geschmack auf die Sorte und jeweilig enthaltene Menge an Capsaicin zurückzuführen. Capsaicin ist ein Alkaloid und befindet sich den Samen und den Samenscheidewänden der Frucht.

Je mehr capsaicin in der Frucht enthalten ist, desto schärfer ist sie. Edelsüß-Paprika wird aus mild-scharfen Früchten hergestellt, färbt die Speisen dunkelrot und ist die gebräuchlichste Form; Halbsüß-Paprika: würzt scharf; Rosen-Paprika: wird aus einer der schärfsten Paprikasorten (kleine rote Schoten) hergestellt, färbt die Speisen leuchtend rot und würzt sehr scharf, vergleichbar mit der Schärfe von Cayenne- Pfeffer.

Paprika kann wegen seiner Vielseitigkeit, für fast jede Zubereitung von Speisen verwendet werden: Ob für Fleischgerichte, Pasta, Fisch, Geflügel oder Suppen und Eintöpfe. Seit einiger zeit, findet er sogar in der Konfisserie bei der Zubereitung von Schokolade eine immer größer werdende Beliebtheit. Bei der Verwendung sollte man beachten, dass der Paprika nicht in heißes oder siedendes fett gegeben werden sollte. Der enthaltene Zucker würde karamellisieren und den Geschmack bitter werden lassen.

Paprika wird eine heilende und das Wohlbefinden fördernde Wirkung nachgesagt. Tatsächlich regt das enthaltene Capsaicin die Verdauung an und das in einer hohen Konzentration vorkommende Vitamin C schützt die Zellen. Außerdem sollen Migräne und Schwächeanfälle durch den regelmäßigen Verzehr, ob als Gewürz oder Gemüse, gemindert werden.