Anis

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Anis

Anis - Das süsse Gewürz

Anis - Herkunft und Anbaugebiet

Der Anis gehört zur Familie der Doldenblütler und stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. Er wurde schon von den Ägyptern, Griechen, Römern und Arabern als Gewürz- und Heilpflanze genutzt. Durch den Anbau in Klostergärten von Mönchen und Nonnen hielt der Anis in Mitteleuropa Einzug. In der freien Natur ist er heute wie damals nicht vertreten. Hauptsächlich wird Anis in Südrussland und in Ländern mit gemäßigten Klimazonen angebaut.

Anis - Merkmale

Der Anis ist eine einjährige Pflanze und wird etwa 30 - 50 cm hoch. Alle Teile der Pflanze sind behaart und verströmen den bekannten Anisgeruch. Die Blätter sind verschiedenartig gestaltet. Im unteren Bereich sind die Blätter dreilappig und werden nach oben hin gefiedert. An der obersten Spitze sind sie dann schmal gelappt. Der Anis blüht im Juli und August in weißen Dolden. Aus diesen Blüten entstehen die eiförmigen Früchte, die sich nach oben hin verjüngen. Diese Früchte werden dann im August und September geerntet.

Anis - An- und Verwendung

Die süßlich schmeckenden Früchte sind sowohl in der Weihnachtsbäckerei, in der Herstellung von Schnäpsen und in der Heilkunde sehr bekannt. Der Anis war bei den Römern ein sehr beliebtes Gewürz, das unter anderem beim Backen von Brot und Kuchen eingesetzt wurde. Doch auch als Süßigkeit wurde er sehr geschätzt.

Das durch Destillation der Früchte gewonnene Anisöl wird wegen der schleimlösenden Wirkung häufig als Hustenmittel verwendet. Zudem ist es auch antibakteriell und regt die Verdauung an. Auch die berühmten Anisschnäpse wie der türkische Raki, der griechische Ouzo und der französische Pernod sind ein Produkt der Anispflanze. Der meiste Anis wird heutzutage sogar für die Herstellung von Anisschnaps verwendet. Der Anis ist ein häufiger Bestandteil in Teemischungen, da er nicht nur eine heilende Wirkung hat, sondern auch geschmacklich aufwertend ist.

Anis - Aberglaube und Brauchtum

Kringel aus Anis wurden gerne von der Braut an ihrem Hochzeitstag an besonders beliebte Gäste verteilt. Der Anis wurde in vielen ländlichen Gebieten auch als Aphrodisiakum in flüssiger Form verwendet.