Boretsch

Boretsch - Borago officinalis
Boretsch - Borago officinalis

Der Boretsch (lat. Borago officinalis) stammt aus der Mittelmeerregion. Er hat sich dem hiesigen Klima soweit angepasst, dass er sogar verwildert vorkommt. Die Pflanze liebt feuchte und humosen Boden in sonniger Lage. Unter optimalen Bedingungen erreicht der Boretsch eine Höhe von bis zu 80 cm und bildet dabei weit ausladende Äste.

Wenn der Boretsch ein mal im Garten heimisch geworden ist, braucht man sich keine Sorgen um den Nachwuchs machen. Die anspruchslosen Pflanzen verbreiten sich sehr stark durch Aussamung. Dabei spielen Ameisen eine besondere Rolle, da sie den Boretschsamen auf Grund eines kleinen Anhängsels als Nahrungsquelle nutzen. Dadurch werden die Samen über große Strecken transportiert und verbreitet.

Ab April bis Mai erscheinen zahlreiche kleine Jungpflanzen, die man auf Grund ihrer Pfahlwurzeln schlecht umpflanzen kann. Bienenzüchter haben den Boretsch von jeher als beliebte Bienenweide geschätzt. Vom Sommer bis zu den ersten Nachtfrösten bildet der Boretsch unaufhörlich kleine blaue Blüten, die jeder Blumenrabatte zur Zierde gereichen würden. Bienen, Hummel und anderen Insekten schätzen den Boretsch als ergiebige Nektarquelle. Seit dem Mittelalter hat der Boretsch Einzug in die hiesigen Gärten gehalten. Seine lange Kulturgeschichte dokumentiert sich auch in den zahlreichen volkstümlichen Begriffen für den Boretsch. Je nach Region wird er auch Blauhimmelstern, Herzfreude oder Liebäuglein genannt. Dem charakteristischen gurkenähnlichen Geschmack verdankt er die Bezeichnung als Gurkenkraut.

Boretsch als Nutzpflanze

Die jungen, weichen Blätter können fortlaufend geerntet werden. Aus den Blattachseln treibt die Pflanze immer wieder neu aus. Ältere Blätter sind für den Verzehr ungeeignet, da sie die Tendenz haben, hart und rau zu werden. Der Boretsch enthält zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, wie z. B. Gerbsäure, Saponine und ätherische Öle und eignet sich besonders gut als Gewürz für Salate. In der Naturmedizin wird der Boretsch für sein herzstärkenden Eigenschaften geschätzt. Darüber hinaus sagt man ihm eine lindernde Wirkung auf rheumatische Erkrankungen nach.