Dill

Dill
Dill

Die aus der Familie der Doldenblütler stammende Gewürzpflanze Dill stammt ursprünglich aus Vorderasien. Die einjährige Pflanze erreicht eine Höhe von ca. 30 bis 75 cm und verbreitet einen stark aromatischen Duft. Im mitteleuropäischen Bereich wird die Pflanze seit der Römerzeit kultiviert und ist vereinzelt auch wild wachsend anzutreffen.

Im Garten stellt Dill keine großen Ansprüche an den Boden, solange Staunässe vermieden wird. Da lange Lichteinwirkung die Blütenbildung fördert, wird er vor allem in den südlichen Ländern vom Winter bis zum Frühjahr angebaut. Auf Böden mit einem hohen Humusanteil und einer ausreichenden Versorgung mit Phosphor gedeiht Dill besonders gut. Geerntet wird das frische Kraut vor der Blüte. Für die Gewinnung der Samen lässt man allerdings die Dolden ausreifen und klopft die Samen dann aus.

Dill ist vor allem als Gewürz für Gurken bekannt. Aber auch für Salate und Kräuteressenzen ist er geeignet. Die Dolden und die Blätter des Dill sind Geschmacksgeber für Einlegegurken. Für Salate werden meist nur die Dillspitzen verwendet. Diese sind im getrockneten und tief gefrorenen Zustand aber auch frisch verwendbar. Für Kräuteröle werden die Blätter im frischen Zustand eingesetzt. Dill kann im getrockneten Zustand aufbewahrt werden. Allerdings geht so ein Teil des Aromas verloren. Für die Aufbewahrung eignen sich Einfrieren oder Einlegen in Öl besser. Das Aroma der Samen ist deutlich stärker als das der feinen Blätter.

Dill hat einen bisher unbekannten Wirkstoff, der ihn auch als Heilpflanze tauglich macht. Ähnlich dem Fenchel helfen die ätherischen Öle des dill bei Magenbeschwerden und Blähungen. Aber auch Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden und Gebärmutterkrämpfe können mit Dill behandelt werden. Der Samen der Pflanze wird dabei als Tee aufgekocht. In einer niedrigen Konzentration kann der Tee auch bei Blähungen von Babys verwendet werden. Als Sitzbad hilft das Kraut bei Krämpfen der Gebärmutter. In Öl eingelegt wird er äußerlich in Form einer Kompresse gegen Geschwüre eingesetzt. Für seinen Einsatz als Heilpflanze werden die Samen und Blätter benutzt.