Kamille

Kamille
Kamille

Die Kamille wird im Lateinischen Matricaria Chamomilla oder Matricaria Recutita genannt und ist eigentlich eine altbekannte Heilpflanze, die aber auch als Gewürz verwendet wird. Früher wurde die Kamille auch chamillen und chamai genannt, was so viel wie niedriger Apfel bedeutet, weil angeblich der Geruch der Pflanze dem eines Apfels ähnelt.

Die Kamillenpflanze benötigt einen sonnigen, mäßig feuchten Boden. Die Kamille stammt eigentlich aus Asien, sowieso aus Süd- und Osteuropa, heute wächst die Pflanze fast überall, da die Pflanze sehr wenig Platz und Pflege benötigt.

Das wichtigste an diesen und auch an anderen Gewürzen sind die leicht flüchtigen ätherischen Öle. Sie befinden sich hauptsächlich in den Blütenröhren. Der Geschmack der Kamille ist typisch mild (süßlich-würzig) und sie hat eine gelbe Farbe. Sie schmeckt am besten mit Zitrone und Honig. Die Blüten kann man nicht nur zum Würzen, sondern auch zum Dekorieren verwenden.

Da die Kamille wegen ihrer guten Wirksamkeit bekannt ist, benutzen viele Menschen dieses als Gewürz. Anstelle von Salz nehmen sie etwas Kamille, da es gesundheitsfördernd ist und krankheitsheilende Wirkung hat. Es reinigt den Körper und wirkt auf das Nervensystem beruhigend, hilft bei Nervosität und Schlaflosigkeit und ist krampflösend. Die Kamille wirkt sowohl äußerlich, aber auch innerlich. Bei verschiedenen Weinen, zum Beispiel im Merlot, ist die Kamille ein Bestandteil des Aromas. Die Kamille kann man auch mit Kümmel, Pfefferminze, Anis, Fenchel und Enzian kombinieren, das ist ideal gegen Blähungen, Völlegefühl und krampfartige Beschwerden im Magen- und Darmbereich.

Ebenso in vielen verschiedenen Teesorten ist die Kamille mit enthalten. Sie wird auch sehr gerne bei Säuglingen gegen Blähungen angewendet. Wenn man die Kamille pflanzen möchte und das sollte man idealerweise im Frühjahr tun, (man darf sie aber nicht abdecken, da sie nur unter Lichteinfluß keimen können), reichen 10-15 Pflanzen für eine vierköpfige Familie ein Jahr lang aus.