Kapuzinerkresse

Kapuziner Kresse
Kapuziner Kresse

Kapuzinerkresse gehört zur Ordnung der Kreusblütenartigen. Ihre Ursprungsregion befindet sich in Mittel- und Südamerika. Im 17. Jahrhundert wurde die Pflanze in den Klostergärten Europas kultiviert und gegen die Vitamin C Mangelkrankheit Skorbut eingesetzt. Das Kraut wächst als kletternde oder kriechende Variante. Die ein- oder mehrjährigen Pflanzen bilden sehr auffällige Blüten in verschiedenen Formen und Farben. Einige Arten der Kapuzinerkresse bilden Wurzelknollen. Die Pflanze gedeiht auf sandigen Böden und sonnigen Plätzen besonders gut. Aber auch im Schatten treibt sie zur vollen Blüte. Von den verschiedenen Arten der Kapuzinerkresse wird nur eine Art zu Nahrungszwecken angebaut. Der Einsatz in der Küche erfolgt meist im frischen Zustand. Als Aufbewahrungsart eignet sich nur das Einlegen in Öl, da beim Trocknen das Aroma verloren geht und beim Einfrieren die zarten Blätter und Blüten zerfallen.

Der würzig-pfeffrige Geschmack der Kapuzinerkresse eignet sich zum Anrichten von Salaten, Soßen, Eierspeisen und Quark. Aber auch auf Butterbrot oder Kartoffeln kann die Kresse verwendet werden. Die Blüten können zum Dekorieren von Speisen verwendet werden. Da die Blüten im Geschmack milder sind als die Blätter, können damit auch Süßspeisen verziert werden. Der kresseähnliche Geschmack der Blätter gibt Salaten ein interessantes Aroma. Die Früchte der Kapuzinerkresse sind, in Essiglake eingelegt, ein Ersatz für Kapern. Der hohe Gehalt an Vitamin C und Eisen machen die Kapuzinerkresse für den Einsatz in der Küche als gesundes Gewürz interessant.

Neben der Verwendung als Nahrungsmittel hat die Kapuzinerkresse auch als Heilmittel seine Berechtigung. Ihre antibiotische und schleimlösende Wirkung ist bei Husten und Bronchitis hilfreich. Der hohe Vitamin C Gehalt wirkt bei grippalen Infekten gesundheitsfördernd. Auch bei Harnweginfektionen kann die Kapuzinerkresse durch ihre harntreibende und blutreinigende Wirkung eingesetzt werden. Außerdem wird ihr eine abwehrsteigernde Wirkung nachgesagt. Da aus Kapuzinerkresse kein Tee gewonnen werden kann, wird die Pflanze ausschließlich in den Speisen verabreicht. Das in der Pflanze enthaltene Benzylsenföl wird in der Phytopharmaka verwendet.