Liebstöckel

Liebstöckel
Liebstöckel

Liebstöckel gedeiht wildwachsend vor allem in Südeuropa, ursprünglich stammt dieses Gewürz aus Persien. Bei uns wird es hauptsächlich im Garten gepflanzt. Das Liebstöckel gehört zu den Doldengewächsen. Es erreicht eine Höhe von bis zu zwei Metern, hat dicke, röhrige Stengel und dunkelgrüne, gefiederte Blätter. Manche kennen das Liebstöckel auch als Maggikraut. Der Name des Liebstöckel ist auf die italienische Provinz Liguren zurückzuführen, wo man es seit jeher in der Küche schätzte. Liebeskräfte, wie man der Pflanze einst in Fanken zuschriebt, hat das Liebstöckel keine.

Ernte des Liebstöckel

Ausgesät wird diese Pflanze im März. Sie lässt sich leicht im Garten ziehen. Hat man keine fertigen Stauden sät man sie zuerst in einen Blumentopf oder ein Treibbeet. Liebstöckel benötigt einen lockeren, fruchtbaren Boden, eine halbschattige Lage und ausreichend Platz, um zu gedeihen. Die Blätter des Liebstöckel können ab Mai, das restliche Kraut ab Juni geerntet werden. Die Wurzeln gräbt man ab September aus. Liebstöckel lässt sich gut trocknen, eine beliebte Methode ist auch das Konservieren mit Salz. Getrockneter Liebstöckel gibt es in Lebensmittelgeschäften.

Liebstöckel - Geschmack und Verwendung

Das Liebstöckel hat einen sehr kräftigen und würzigen Geschmack und ähnelt damit dem Sellerie. Die Pflanze enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Harz. Bevorzugt werden die Blätter des Liebstöckel verwendet. Liebstöckel passt zu allen deftigen Speisen, besonders zu Eintöpfen, Bohnen- und Erbsensuppen, Kartoffelsuppen und Hühnersuppen. Es passt aber auch hervorragend in Soßen, z. B. zu Schweinebraten. Am Besten verträgt sich das Liebstöckel mit Knoblauch, Zwiebel und Majoran. Getrocknete Liebstöckel sparsam verwenden und immer mitkochen lassen.

Auch zur Linderung gesundheitlicher Probleme, kann das Liebstöckel verwendet werden. Es hat eine krampflösende und harntreibende Wirkung, die bei Darmbeschwerden, Wassersucht, Rheuma und Gicht nützlich sind. Außerdem wusste schon Hildegard von Bingen, das die Pflanze menstruationsfördernde Eigenschaften besitzt.