Petersilie

Petersilikum
Petersilikum

Die Petersilie (Petroselinum crispum) ist eine Kulturpflanze, die wildwachsend im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln vorkommt.

Petersilie - Deutschlands beliebtestes Gewürz

Ansonsten wird sie in Gärten angebaut und bevorzugt dort Lehmboden mit einem Reichtum an Nährstoffen. Die zweijährige Pflanze gehört zu den meistverbreitesten Gewürzen in Europa, besonders im mediterranen Raum und in der deutschen Küche. Man unterscheidet die Petersilie in zwei Arten: die Wurzelpetersilie und die Blattpetersilie.

Petersilie in der Küche

Verwendung findet die Blattpetersilie zum größten Teil als Küchengewürz. Die Blätter der Pflanze werden roh oder nur leicht gekocht verwendet, da sonst ihr typischer Geschmack verloren geht. Oftmals wird sie zu fetthaltigen Speisen hinzugegeben, um Blähungen zu vermeiden und die Speisen besser verdaulich zu machen. Hingegen wird die Wurzelpetersilie als Suppengemüse genommen und ähnelt in seinem Geschmack dem Sellerie. Neben der Hauptverwendung, dem Würzen und Verfeinern von Speisen, dient die Petersilie auch noch zu anderen Zwecken, die heutzutage jedoch oft in Vergessenheit geraten sind.

Die Geschichte und Wirkung der Petersilie

In der Antike der Römer und Griechen war die Petersilie als Heilpflanze anerkannt und wurde deshalb als heilig angesehen. Ihre harn- und blähungstreibende Wirkung war bekannt und daher wurde das Gewächs auch in den mittelalterlichen Klöstern angebaut. Neben diesem Effekt wirkt die Petersilie auch noch aphrodisierend und potenzfördernd. Deswegen finden sich auch heute noch kleine Gassen in einigen Städten, die man, in Anspielung auf eben jene Wirkung der Petersilie, „Peterles Gässchen" nennt. In diesen befanden sich früher die Bordelle der Stadt.

Bis heute hat sich die Warnung an Schwangere gehalten, nicht zu viel Petersilie zu sich zu nehmen. Bereits im Mittelalter war bekannt, dass das ätherische Öl der Petersilie abortiv wirkt. Dieses volkstümliche Mittel zur Abtreibung hatte jedoch oftmals gefährliche Folgen für die Mutter. Kleine Mengen des Gewürzes sind jedoch unbedenklich.