Salbei

Salbeiblätter, Salbeiblüten
Salbeiblätter, Salbeiblüten

Der Salbei, welcher aus dem Mittelmeergebiet stammt und zur Familie der Lippenblüter gehört, sollte in keinem Haushalt fehlen. Er wird bis zu 70 Zentimeter hoch. Seine Stengel sind filzig behaart, die Blätter graugrün und lanzettförmig. Die Blüten, die im Juli und August aufgehen, können weiß, hellblau oder hellviolett sein.

Salbei - Geschmack, Inhaltstoffe und gesundheitlicher Wert

Vom Salbei werden vorzugsweise die Blätter verwendet. Diese schmecken würzig - bitter, in getrocknetem Zustand auch leicht harzig. Das liegt daran, dass der Salbei Gerb- und Bitterstoffe enthält, außerdem Harz, organische Säuren und ätherisches Öl. Der Salbei als Heilpflanze genoss bereits im Mittelalter hohes Ansehen. Er hat eine stark keimtötende und abwehrkräftigende Wirkung. Salbei heilt angegriffene Schleimhäute, lindert Husten, hilft bei der Verdauung und mildert Magenschmerzen. Sehr zu empfehlen ist der Salbei bei nächtlichen Schweißausbrüchen und bei Menstruationsstörungen.

Salbei - Ernte und Aufbewahrung

Wildwachsender oder gepflanzter Salbei wird im Mai und Juni vor der Blüte geerntet. Von Frühsommer bis Herbst erhält man den Salbei auf Märkten, getrockneter Salbei ist auch in Lebensmittelgeschäften und Apotheken erhältlich. Salbei kann auf zwei verschiedene Arten aufbewahrt werden. Beim Trocknen wird der Salbei an einem warmen, luftigen Ort aufgehängt. Er kann auch aromaschonend im Backofen getrocknet werden. Da der Salbei beim Trocknen jedoch viel von seinem Aroma verliert, ist es besser, ihn einzufrieren. Die Blätter werden vom Stengel gelöst, gewaschen, getrocknet und in kleinen Portionen verpackt eingefroren.

Salbei in der Küche

In der Küche ist der Salbei aufgrund seines kräftigen Aromas sparsam zu verwenden. Man sollte ihn im Fett mitbraten lassen. Salbei passt zu Aal, Schweinebraten, Kalbfleisch, Lamm- und Hammelbraten, Fischfüllungen und -suppen, außerdem verfeinert er Mayonnaisen zu gegrilltem Fisch, Wild und Geflügel. Mit Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut, Beifuss und Estragon verträgt sich der Salbei, optimal ergänzen lässt er sich mit Zwiebeln und Knoblauch.