Kaffeebohnenöl


Kaffeebohnenöl ist ein Pflanzenöl, dass aus rohen oder gerösteten Samen des Kaffeestrauches hergestellt wird. In der Ernährung wird es wegen seiner toxischen Eigenschaft nur selten verwendet. Diese toxische Wirkung wurde in Laborversuchen mit Rohkaffeebohnenöl nachgewiesen und führte bei den Laborratten bis zum Tod. Dieses Öl findet seine Verwendung meist in der Herstellung von Sonnenschutzmitteln und Körperlotionen wie beispielsweise Cremes, da es die Hautfeuchtigkeit erhöhen kann. Aufgrund dieser feuchtigkeitsspendenden Funktion wird es in manchen Ländern, beispielsweise in Indien zur Produktion von Seifen eingesetzt. Zudem hat es einen hohen Grad an unverseifbarer, wasserähnlicher Dichte und eine sonnenschützende Wirkung.

Verwendung in der chemischen Industrie

In der chemischen Industrie wurde auch Verwendung für Kaffeebohnenöl gefunden. Hier hat es die Funktion zur Gewinnung von Sterolen und zur Vitamin D Gewinnung. Die Farbe des Kaffeebohnenöls ist abhängig davon, wie es hergestellt wurde. Bei Öl von rohen Samen ist hellbraun bis gelb, während das Öl aus gerösteten Samen grün bis dunkelbraun gefärbt ist. Das Öl aus den gerösteten Bohnen besitzt den typischen und uns bekannten Kaffeegeruch, während das Öl von den rohen Bohnen fast geruchlos ist.

Gewinnung des Öls

Das Öl wird durch eine Extraktion aus den Samen des Kaffeestrauches gewonnen. In einer entsprechenden Vorbehandlung wird dem Samen das Wachs entzogen. Eine andere Möglichkeit zur Gewinnung von Kaffeebohnenöl ist durch sogenannte Schneckenpressen. Bei Kaffeebohnenöl liegt der Schmelzpunkt bei 8-9° C, deshalb ist es bei normaler Raumtemperatur flüssig. Aufgrund des hohen Palmitinsäure-Gehalts wird es allerdings bei einer Temperatur von 3-11° C wieder fest - dies nennt man Erstarrungstemperatur. Die Haltbarkeit dieses Öls beträgt ungefähr ein Jahr.