Rapsöl


Rapsöl, das im Volksmund auch Rüböl, Rübsenöl oder Kohlsaatöl genannt wird, ist ein aus dem Samen der Raps Pflanze hergestelltes wertvolles pflanzliches Öl. Rapssamen wird in Ölmühlen in Verfahren der Heisspressung oder der Kaltpressung extrahiert oder gepresst. Der Ölgehalt des Raps Samens beträgt 40 bis 50 Prozent. Als Rest bleibt eine Protein- und Energie reiche Masse, Raps Kuchen oder Raps Extraktionsschrot genannt, die meist als Futtermittel verwandt wird.

Kalt gepresstes Rapsöl hat einen wesentlich höheren Vitamin- und Carotinoid als das raffinierte Rapsöl. Wenn kalt gepresstes Rapsöl hoch erhitzt wird, könnten Krebs erregende Stoffe entstehen.

Rapsöl - vielseitig verwendbar in der Industrie und in der Lebensmittelindustrie

Das weniger gut schmeckende raffinierte Rapsöl jedoch kann ohne negative Wirkungen sehr hoch erhitzt werden.
Rapsöl wird schon seit Jahrhunderten von den Bauern genutzt, ursprünglich aufgrund seines hohen Bitterstoff Anteils kaum zur Ernährung, sondern als Lampenöl, Schmiermittel und zu Herstellung von Seife. Seitdem zu Beginn der 1970er Jahre neue Rapssorten mit wesentlich geringeren Anteilen an Eruca Säure und Bitter Stoffen eingesetzt wurden, hat sich Raps und das daraus gewonnene Rapsöl zu einer der bedeutendsten Ölpflanzen entwickelt. In Deutschland ist Raps mit Abstand sogar die dominierende Pflanze, aus der Öl gewonnen wird.
Der Anbau von Raps und die Produktion von Rapsöl ist seitdem rapide gewachsen. Genutzt wird Rapsöl überwiegend als Nahrungsmittel, als Speiseöl und zur Herstellung von Speisefett; Margarine.

Das 00-Rapsöl besteht im wesentlichen aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Der Anteil an essentiellen Fettsäuren im Rapsöl, vor allem der Alpha-Linolensäure, ist um Vielfaches höher als zum Beispiel bei dem Olivenöl. Daraus erklärt sich seine Bedeutung für die Gesundheit desr Bevölkerung.
Ende der 1990er Jahre wurde auch in Deutschland damit begonnen, Rapsöl auch für die Herstellung von Kraftstoff bzw. als Biokraftstoff zu nutzen.