Sojaöl


Herstellung des Sojaöls Die Sojabohne wird sowohl in Mittel- und Nordamerika als auch in Ostasien großflächig angepflanzt, wobei sich Amerika inzwischen zum Hauptanbaugebiet weltweit entwickelt hat. Als Sojaöl bezeichnet man ein pflanzliches Speiseöl, das aus dem Samen der Sojapflanze, der sogenannten Sojabohne, gewonnen wird. Es ist ein Nebenprodukt, welches aus dem Kraftfutteranbau für die Viehzucht entsteht. Das Öl wird auf Grund des geringen Fettgehalts nicht kalt gepresst, da hierdurch die Ausbeute zu gering wäre. Seine Farbe hängt vom jeweiligen Gewinnungsprozess des Öls ab und variiert von hellgelb bis bräunlich-gelb. Den Geruch kann man als modrig, nussig und stechend beschreiben.

Verwendung und Weiterverarbeitung

Sojaöl verwendet man hauptsächlich in der Nahrungsmittelverarbeitung, beispielsweise zur Herstellung von diversen Speise- und Tafelölen Margarine, Back- und Frittierfett. Hierfür ist es vor allem auf Grund des milden Geschmacks und der hellgelben Färbung geeignet. Auch in Fertigprodukten kann man es finden. Sojaöl gilt - noch vor Palm- und Rapsöl - als das am meisten produzierte Pflanzenöl weltweit. In den USA wird es mehr als andere Pflanzenöle in der Küche und seit einigen Jahren auch zur Herstellung von Biodiesel genutzt.

Vorteile des Verzehrs von Sojaöl

Die Sojabohne enthält unter anderem wenig Fett, einen hohen Anteil von bis zu 62% ungesättigter Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) sowie verhältnismäßig viel Linolsäure und Vitamin E, weshalb es durchaus als wertvoll einzustufen ist. Durch ein ausgeglichenes Fettsäuremuster, welches das Öl aufweist, werden die ungesättigten Fettsäuremoleküle sofort in den Stoffwechsel aufgenommen; Sojaöl stärkt hierdurch das Immunsystem, beugt Entzündungen vor und wirkt sich positiv auf die Darmschleimhaut aus. Man weiß außerdem, dass Sojaöl durch die Regulierung des Fettstoffwechsels den Cholesterinspiegel niedrig hält.